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Carmen Prandina, Beratung bei Zöliakie

Was bedeutet Zöliakie?
Zöliakie (früher auch Sprue genannt) ist eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten. Gluten ist ein Sammelbegriff für Proteine (Klebereiweisse), die in den Getreidesorten Weizen (inkl. Einkorn, Emmer und Kamut), Dinkel, Grünkern, Gerste, Roggen und Hafer enthalten sind. 

Bei Menschen mit entsprechend genetischer Veranlagung kommt es durch die Einnahme von glutenhaltigen Lebensmitteln zu einer Reaktion gegen die eigene Dünndarmhaut (Autoimmunreaktion). 

Die Dünndarmzotten flachen ab. Es entstehen Entzündungen in der Dünndarmschleimhaut. Die so veränderte Schleimhaut kann nicht mehr ausreichend Enzyme zur Verdauung bilden. Die Aufnahme von Nährstoffen wird vermindert. Als Folge entstehen Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffmängel. 
 


Gesunder Dünndarm mit vielen Ausstülpungen

Dünndarm ohne Ausstülpungen (Zöliakiepatient) 

Immunsystem und Zöliakie

Der Ablauf des krankhaften Prozesses ist bei Zöliakie vergleichbar mit anderen Autoimmunerkrankungen (Autoimmunerkrankung: das eigene Immunsystem greift eigenes Körpergewebe an). Im Gegensatz zu anderen Autoimmunerkrankungen ist Zöliakie aber an einen Trigger (Auslöser) gebunden, nämlich Gluten. Und ebenfalls im Gegensatz zu anderen Autoimmunerkrankungen, regeneriert sich das Gewebe (bei Zöliakie die Dünndarmschleimhaut) unter einer strikten glutenfreien Ernährung vollständig.


Carmen Prandina Bünt 9 9476 Weite  |  Telefon 041 790 44 50 E-Mail